das Studium der Theologie bctr.
zum TeMpel der Unsterblichkeit tragen, cs giebtaber nicht viel solcher Schwane-
Neun und vierzig ster Brief.
Es dünkt Ihnen, daß ich zum Studium derTheologie viel fordere. Es kann scyn! aber, m.Fr., ich fordre ja nicht alles auf einmal, ich warneSie ja, in jedem Briefe beinah, vor dem zu vie.len, unordentlichen und übereilten Lesen. Ich glaubeNicht, daß die Menge der Bücher die Welt, auchnur die Wissenschaft, so verbessert habe, als wen»Nur wenige, kernhafte, gute Bücher wären, die destofleißiger, einfältiger, tiefer gelesen würden; viel-mehr bedaure ich einen jeden, der unter einer zugroßen Last der Buchstaben daherkriecht und nie selbstzum Verstände der Wahrheit kommt. Wenn Ihnenhierüber ein Buch voll achter, alter Grundsätze,Tempi e's moralische und historische Denk-würdigkeiten, vor Augen kommt: so lesen Siedie Abhandlung: ob die Menge der Bücher unddas ungeheure Wachsthum der Erkenntniß, derFrömmigkeit und der Liebe zum allgemeinen Bestensonderlich zuträglich gewesen? Die Erfahrung IhresLebens muß Ihnen, so jung Sie sind, langst einGleiches gezeigt haben.
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