baS Studium der Theologie bckr. 109
Blumen aus einer Wurzel wachsen. Große Fort-schritte in der Theologie sind zum Lhcil von solchenbewirkt worden, die eigentlich nicht Theologen wa-ren, wie Erasmus, Reuchlin, Grotius,Boyle u. a. zeigen; oft thaten die Theologen nichtsdabei, als neiden, hindern. Ueberall, m. Fr.,kommt's auf Lust und Liebe, auf willigen Dienstund freien Blick an ; Handwerkern und Knechtsdienstefördern den guten Geist keiner Wissenschaft undKunst auf der Welt, habe sie einen Namen,welchen sie wolle.
Zum Leben merkwürdiger Männer gehören auchihre Briefe; nur muß man jenes schon zumTheil inne haben und diese müssen interessant seyn.Der Welt liegt davon schon ein Berg vor Augen,daß cs jetzt sehr noch thut, zu wählen; und irgendein guter, belesener Theolog sollte eine Mantissemachen, wo die besten anzutresfen und wiesie zu lesen waren? Davon künftig.-
Doch wo will ich hin, wenn ich in der Weik-läuftigkeit fortführe und, wie von Lebensbe-schreibungen und Briefen, von allen Theilcnder Geschichte spräche? Ich will's auch nicht undmerke nur Eins überhaupt an. Wollen Sie, m.Fr., einen Zeitpunkt, eine Begebenheit und Verän-derung in der Geschichte näher kennen: so wendenSie sich gleich zu den Quellen, zu gleichzei-tigen Schriftstellern und wo möglich, zu Denk-würdigkeiten, IVIemoirss, Commentarien, Re-lationen der Augenzeugen oder derer, die in dieHandlung verflochten waren. Wären einigedavon auch einseitig und partheiifch: das entdeckt