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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Briefe,

Leben Christi bei jedem Umstande auch nicht dl«Farbe dachte, die Lavater daran stehet: so binich hierüber ganz ruhig und nehme blvs und alleindie Bibel zu meinem Gewährsmann. Im Gangeder äußern Begebenheit hat die Epopee der Ge-schichte folgen müssen: Klopsiock konnte die Begeben-heit nicht Herkommen lassen, wie sie Homer Herkom-men läßt, der über eine mündliche Sage eine selbstschon zur Fabel gewordnc Geschichte dichtete. Be-scheiden ließ er also stehen, was steht, und wollteseine Dichtung der Geschichte nur ansügen, nurzwischenschicbcn. Dies ist so auffallend, daß mandie biblische Begebenheit aus ihm heraushcben konnteund die Dichtung, das Werk seiner Muse stündein einzelnen Situationen beinahe ganz da. Cidliund Semida , A b d iel und A b a d o n n a , diesterbende Maria, Porcia und Sokrates, dieauserwecktcn Erscheinenden, das Gericht aufThabor, Adams Traum vom Weltge-richt, H i m m e l und H ö llc endlich , geschweigedie einzelnen Gesänge und Thaten der eingeflocbtenenPersonen können allein gelesen werden, weil sie soeigentlich doch an diese biblische Geschichte nicht ge-knüpft sind, daß diese ohne jene nicht verständlichwäre. Kurz, m. Fr., Sie sehen, dicHa ndlung,d. i. der ganze Gang der Epopee des Dichters unddie biblische Geschi ch te sind zwei ganz verschiedeneDinge, die nur ein schlechter Leser verwirrt undverwechselt. In der Republik des Plato —

Doch wir sind ja beide nicht in der Nepublickdes Plato; lassen Sie mich also hinter diesen War-nungen aufrichtig sagen, wie ich das Lesen Klop-