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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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das Studium der Theologie betr. LZ

wir sie nicht mehr haben. Es ist Schade, daß ausdiesen Bergen nicht wenigstens das Gold gesuchtund etwa nach unseren Bedürfniß zum gemeinen-Nutzen verwandt wird; doch vielleicht ist's auch bes-ser, daß es für wenige Liebhaber aufbcwahrt blci-bet. Die Gesänge Luthers, (ob einige gleich, wel-ches ich sehr bedaure, zu zeitmaßig und persönlichsind,) einige sehr schätzbare Lieder aus dem vorigenUnd dem Anfänge dieses Jahrhunderts sind vollMelodie und Herzenssprache; man spüret aber, daßes mit dem Kirchengesange von Zeit Zu Zeit ab-wärts gehe: er wird feiner und die Kraft verliertsich; lieblicher, und er hört fast auf, Chorgcsangzu werden. So, dünkt mich, hat insonderheit einebekannte fromme Schule Deutschlands den Kirchen-gesang zuerst entnervt und verderbet. Sie stimmteihn zum Kammekgesange mit lieblichen weiblichenMelodien, voll zarter Empfindungen und Tändeleienherunter, daß er alle seine Herzen-beherrschendeMajestät verlor; er ward ein spielender Weichling?Ich schreibe dies immer noch mit Hochachtung gegeneinige große Männer dieser Schule, die sich auchdurch Gesänge verdient gemacht haben; aber imGanzen — auf Tändeleien der Art konnte wohl nichtsals philosophische Kalte und poetisches Schnitzwerkfolgen. Es ist übel, daß bei der großen Mengeschlechter Lieder, die in Unfern alten Gesangbüchernsind, die guten fast nirgend in Einem zusammen,sondern hin Und wieder in ProvinzialgesangbückeMabermals unter Wust stecken; und wie viele solcherArt haben gar Nationalmelodien, ohne die sie halb-todk sind. Eine Biene des christlichen Gesanges

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