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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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81
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das Studium der Theologie betr. 8r

Auch ist's ganz ohne Zweifel, daß die besten Ge-sänge der besten Meister oft Stellen, Ausdrücke,Verse haben, die für uns nicht mehr sangbar sind;diese thue man auch weg, oder bessere sie; aberunvermerkt gleichsam und gelinde. Un-vermerkt und gelinde; nicht, daß man, statt EinGlied einzulenken, dem ganzen Mann alle Gelenkeund Glieder, aus bloßer Wortziererei zerbricht, ihmnicht nur Bart und Haar, wie Hanon den Ge-sandten Davids, sondern Nase und Ohren, Dau-men und Zehen, wie Og zu Basan seinen fünfzigKönigen, verschneidet und sie nun unter seinemTisch mit Brosamen speiset. Wie bescheiden warendie ersten Versuche, Spaldings, ZollikoferSu. a. einer Sammlung feinerer Menschen auchein feineres Gesangbuch, insonderheit zum Pri-vatgebrauch zu geben! und was für Licenzcnsind darauf hie und da erfolget! Habe ich dochein Gesangbuch gekannt, wo es dem Sammler er-ster Grundsatz war: „kein Lied ungeandert zu

lassen, nichts aufzunchmen, was nicht geändertsey oder geändert würde." Gar nicht die Fragemehr: ob zu ändern noth sey? ob es zu ändernlohne? ob Leute, die nichts, geschweige einenGesang Luthers bessern können, die Lebenslang nievon Poesie geträumt haben, ob Leute dieser Art diegewissermaßen schwerste Arbeit, dem Geiste einesandern zu dienen und ihm sanft aufzu hel-fen, übernehmen können, übernehmen dürfen?Von allem keme Frage: sie ändern aus gnädigster

specieller Commission und man führt ein. — Nunwahrlich, christlicher und poetischer Geist laßt sichnicht commitkicen, und die Sache kann keine an-HerderS Werke z. Rel. u. Theol, X. F