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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Briefe,

uns angemessenem Lehr- und Odcndichter so unsrer,wie andrer Nationen, dadurch ehren, daß Sie wahreedle Gedanken in der erhabensten, schönsten, kürze-sten Sprache von ihnen ausdrücken lernen.

Was das geistliche Lied betrifft, so istder Gebrauch davon, wie ich ein andermal bereitsbemerkt habe, dem populären, praktischen Theolo-gen noch ungleich nützlicher, als die erhabenste Ode.Das Gesangbuch ist die versificirte Bibelfür den gemeinen Christen: sie ist sein Trost, seinLehrer, seine Zuflucht und Ergötzung zu Hause;in öffentlicher Versammlung sollen Gesänge und dieTöne, die sie begleiten, wie aufschwingcnder Aether,wie erquickende Himmclslust scyn, die Seelen derVersammleten zu vereinigen und zu erheben. Washiezu die Musik, insonderheit die höchste von allen,heilige Musik, thun kann, laßt sich nicht be-schreiben , sondern empfinden. Sie rührt durch ihreEinfalt, sie erhebt durch ihre Würde. „In der„Musik, sagt ein Autor, sind wir weiter, als in„der Poesie, besonders nachdem Gott das erstau-„nenswürdige Instrument, die Orgel, hat erfinden„lassen; sie, die alle Sprachen redet, die mit der„süssen Lockstimme der Liebhaberin die Liebe Gottes„in das horchende Ohr der Andacht haucht und„seine Schrecken in das Ohr des Tyrannen brüllt:„sie, die vielstimmige Posaune des Lobes Gottes,„seiner schallenden Wunder und ihrer eignen Maje-stät, der Ewigkeiten würdig." Wenn dies ist,welchen Gebrauch sollten wir von der Kirchenmusikmachen! mit welcher Feierlichkeit und Würde soll,ten wir — nicht die h. Cacilie, sondern die himm-