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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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das Studium der Theologie betr. 77

man an ihr durch Inhalt und Form rin Gu-tes , was sonst nirgend zu erlangen stehet, man er-hält Regeln und Vorrath, beides auf die an-genehmste, leichteste Weise. Wie die Fabel, dasGespräch, die Parabel für einen jungen Theologenzu brauchen scy, habe ich mit wenigem angedeutct;lassen Sie uns jetzt von andern Gedichtarren, zu-mal der biblischen Epopee, dem Liede, demLehrgedicht reden.

Das Lehrgedicht ist, wie seiner Form nach,so auch in seinem Gebrauch, wohl das leichteste.Niemand wird weder in der Gesellschaft, noch aufder Kanzel in Alexandrinern reden, wenn er beigutem Verstände ist; auch wird er mit keinem ein-zigen Verse (es müßte denn eine sonderbare Veran-lassung seyn) weder im Umgänge, noch vor der Ge-meine prangen; an ihnen aber lernen, wie starke,wahre, große Gedanken in die kürzeste, stärksteSprache gefaßt werden, um als Edelgcsteine inGold zu glänzen, das wird Er. Dazu stellet ihmdie Schrift selbst so erhabne Lehrgedichte, als dasBuch Hiob, der Prediger und einige P r op h c-t en sind, vor; dazu sind auch die Dichter erhabnerLchrgcsange, Moses, David, Jesajas, be-,geistert. Die wahre Ode, ja selbst der Hym-nus ist nur ein höheres Lehrgedicht mit einembestimmteren Plane, in einem höheren Fluge derBegeisterung. (Wollen Sie mir hierin nicht glau-ben, so lesen Sie Zwingli's schöne Bor- undNachrede zu seinem Pindar, und Sie werden sehen,wie er selbst diesen so mythologischen Dichter einemTheologen lehrreich finde.) Sie werden also die