das Studium der Theologie betr. 7Z
„Schulen, sagt Luther, sind kleine, doch ewigeund nützliche Concilien: sic haben ein köstlich Amtund Werk, und sind die edelsten Kleinodien derKirche. Ich wollte, daß keiner zu einem Predigererwählt würde, er wäre denn zuvor Schulmeistergewest. Jetzt wollen die jungen Gesellen von Stundan alle Prediger werden und fliehn der SchulenArbeit." Sie fliehn sie aber oft, weil sie ihr nichtvorstehn können, und noch öfter flieht die Arbeitsie: denn zu einem Schullehrer wird doch, auch nurder Oberfläche nach, mehr erfordert, als zu einemsogenannten Kanzelrcdner. Bon diesem heißt's oftnach dem bekannten Rathfel: „Es steht ein Männ-lein im Holz: cs schreit und schreit und darf ihm„niemand antworten."
In Unterweisung der Kinder lernt man daseinfältige Christenthum erkennen und schätzenin Unterweisung edelgearketer fleißiger Jünglingelernt man die Blut he jeder Wissenschaft suchenund finden. Man wird jung mit jungen Seelen,gleichsam gcschlank und munter, die Welt noch ein-mal als Jüngling anzusehen und zu kosten; nurfreilich gehören dazu nicht Jahre, in denen Körperund Seele einkrümmt. Prediger, die gute Schul-leute waren, (wenn sie es nur nicht zu lange blie-ben) lernt man bald unterscheiden, an Ordnung,Wissenschaft, reeller, praktischer Kcnntniß; dennnach unsrer Lage des geistlichen Standes können csnur Schulen seyn, die dem Candidaten canäiäarrrvestsni einer wohlbestandcncn Prüfung, eines öf-fentlichen guten Vcrdicnsts geben. Die gewöhnli-chen tsntarnina erweisen wenig; die homiletischen