Briefe,
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Wie ist ihm aber zu thun, m. Fr.? da dasBricf-schreiben eine so langweilige Sache ist, und sichüber alle diese Dinge der beste Unterricht nurmündlich oder noch besser thatig geben laßt.Verzeihen Sie daher auch, daß ich vom Lesen,Excerpiren, vom Mcmorircn dessen, wasman liefet u. f. gar nichts sage; cs kommt so sehrdaraus an, was man, wozu man liefet? daß ichdie meisten, auch die genauesten schriftlichenAnweisungen hierüber immer unbestimmt undmangelhaft gefunden habe. Wir brauchen heutzu Tage zu viel, und sind mit zu viel schlechtemumgeben. Wir wollen und müssen also in com-xswclio lesen, und doch ist dies comxsnäium fürviele sehr schädlich. Also non multa, 8eck niul-tnm! ist hier die goldene Regel, und die zweitevielleicht noch güldnere: lesen und lernen Sie -soleicht nichts ohne Uc bring, ohne Anwendung,wie sich diese nur immer nach der Natur jeder Lec-türe nehmen laßt. Suchen Sie daher auch, sobald Sie können, in Lehr- und zwar in öffent-lich e L e h r ü b u n g zu kommen. Aus Schulen,nicht in der Kirche; nicht des lieben Brods, son-dern Ihrer eignen Bildung wegen, sobald Ihnennur einigermaßen die Lehre anstehet. Ich sehe esals ein Glück meiner besten Iünglingsjahre an, daßi ch lehren mußte, lehren konnte , und zwar wür-dige Sachen an lehrbegierige Schüler, öffentlich,nach meiner eignen Auswahl lehren konnte. Ichweiß, so wenig ich habe, was ich damit gewonnen— etwas, das mir das ewige Lesen und Zuhörenschwerlich würde gegeben haben —7