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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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das Studium der Theologie betr. 71

sprickt, kaum zu entkommen ist. Mancherlei M e i-n un gen und Einwürfe konnten sie im Gesprächvertragen, ohne daß die Rede abgerissen und höcke-richt erschien: sie konnten ab wechseln, ohne inDeclamkion zu verfallen, die, wenn man immerallein spricht, beinahe unvermeidlich wird: sie konn-ten endlich die Haltung der Sachen und Gründeso fein, Licht und Schatten in einander sovcrsch webend machen, daß dagegen der armeMonolog vom Katheder, wie sein hölzernes Kathe-der selbst dastehet. In den neuern Zeilen habenFenelon, Shaftesburi, Littleton, Hurd,Diderot u. a. diese sokralische Methode erwählet;auch dem Theologen sind Uebungcn in ihr nicht nurzur Katechese, sondern überhaupt den Lehrt oirschlicht, sanft, eben zu machen, eine sehrnützliche, obwohl nicht leichte Mühe. Mit Fragund Antwort ist's nicht gethan, sondern wie ge-fragt, wie geantwortet, wie Wahrheit, Lehre undUnterricht gleichsam aus der Seele hervorge-holt werde? Versuchen Sie's selbst einmal, m.Fr., nur eine Predigt durchaus zum Gespräch zumachen und sich dabei strenge Gesetze des leichtenUebcrganges, der sanftesten psychologi-schen Form zu geben: Sie werden, wie schwercs scy, fühlen, aber doch wird Sie eine öftereUebung der Act nicht gereuen.

Ich komme mir selbst wie ein Pedant vor, daich in Einem Briefe über so mancherlei Uebungendes Vortrags rede, so viele Schriften und Schrift-steller nenne, und sie dem Scheine nach nur vonden Lippen fließen lasse; welches ich sonst nicht liebe.