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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Briefe,

ihn hören. Es ist arsna orns nalcs; die geflügel-ten Worte versaufen-

Eine ganz andre Frage ist : ob man die Dispo-sition wie ein nacktes Gcripp hinstellen soll?Das thut die Natur nicht und die arme, einge-schränkte Nachahmerin derselben, die Kunst, soll'Snoch weit minder; am mindesten soll es aus Ursa-chen , die ich bereits angeführt habe, eine Pre-digt, Natürliche Ordnung und eine fortgehendeAnalyse des Worts Gottes ist ihr die besteDisposition; sonst schützt sie sich, bei so oft gehör-ten Sachen, kaum für langer Weile. Auch hier,dünkt mich, sind die philosophischen Vortrage derGriechen Muster. Wie natürlich spricht Plato,Lenophon, Maximus Tyrius, u. a. unddoch wie ordentlich! wie gebunden! So ist's mitCicero, unter den neuern Lateinern mit Eras-mus, Grot ins, Erncsti u. a. Frankreichhak mit seinem Bossuet, Fcnelon, Rous-seau, Buffon, schön- oder gar erhaben - fort-strömende Schriftsteller ; England hat sie an seinemAddison u, a. ; wogegen jedermann doch gewißden spitzen Witz, die unlogische Verwirrung oderdas abgeschnitlcne Gcistwesen andrer Schriftstellerunsanft empfindet.

Die beste Methode, wie man die Ecken desLehrvortrags abründet, ist, dünkt mich, dieForm des Gesprächs, in der sich die Alten da-her so fleissig übten. Sie entkamen damit beimLehrvortcage nicht blos der einförmigen, eintönigenSteifheit, sondern auch dem anmaßenden Egois-mus, dem sonst, wenn der Lehrer immer allein