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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Seite
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samen Ganzen zu geben; habe ich diesen Eindruckverfehlt, so warmeine Mühe vergebens. Alle Feh-ler verzeihe ich gern, nur die Fehler der Dispositionnicht. Steht, was unter einander gehört, ne-ben-; was neben einander gehört, unter ein-ander; wiederholen sich die Theile auf die schnödesteWeise, so daß, wennvon der Gefangen» ch-mung Christi" geredet werden soll, gefragtwird: r) wer ihn gefangen genommen hat?

2) von wem er ist gefangen genommen worden?und wird doch frisch darüber als über zwei Himmel-weit verschiedne Theile gepredigt: weiß endlich derConcipient gar keine Satze herauszuziehen, sie wederunter- noch neben einander zu ordnen; weiß erdurchaus nicht, was dieser, was jener Theil derRede sey oder sepn soll 0 weh! weh! gehe erhin und lerne Logik!

Wenn BaumgartcnS tabellarischeMethode (die unstreitig übertrieben ward) etwasGutes hat, so ist's dieses, daß sie zur Disposi-tion gewöhnet; dazu ist die frühe Erlernung eineroder der andern Wissenschaft, die eS nchmlich amfüglichsten erträgt, in wohlgefügten Tabel-len die beste Methode. Dem Auge und der Seelegicbt sie unvermerkt einen logischen Anblick.Ich weiß es sehr wohl, daß krause Köpfe auchdurch alle tabellarische Form nicht glatt werden,wie cs Excmpel von Baumgartens Schülern selbstbeweisen ; ich weiß es auch wohl, daß, wenn man injedem Perioden wieder unendlich klein disponirk,man ein molssts ssciulus, ein irnprods arriki-N08U8, ein Mückenseiger und Kümmelschneider werde,