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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Briefe,

Himmclsbote. Er giebt ihnen, was ihre Reife be-gehrte, den Anblick des Kindes, und die liebreiche'Anbetung seiner. Hier sind Sie nun wie in derMitte des Knotens. Was sollte der Stern?was sollte dir Reise? was will die Anbetung? In-dem Sic über diese Fragen die kurze, zeit - und ort-maßige Auskunft geben, die über außerordentlicheBegegnisse der Art jedem Bescheidnen gnug ist, sohaben Sie Gelegenheit, die sonderbarenSchicksale mancher Menschen ins Licht zu stel-len, die ihnen und andern so ost Thor heitscheinen. Siebetrachten die mancherlei Wege,wie Gott auf Menschen wirkt, wie er zu jedemauf seine Art spricht und jedem seine Freude,den unschuldigen Wunsch seines Herzens gewah-ret. Sie setzen dabei das einzige Kennzeichenfest, das einen Menschen auch bei den sonderbar-sten Urthcilen Andrer über sich beruhigen kann undmuß, nehmlich Ruf Gottes, Ueberzeugungseines Gewissens. Sie zeigen, daß hierüberniemand Richter sey, als der Mensch, dessen derRuf, dessen die Pflicht ist; daß keine zwei Men-schen hierin völlig einerlei Wege in der Welthaben, und wie vorsichtig man überhaupt seyn müsse,einen andern auf seiner Lebensbahn durch Bedenk-lichkeiten oder Nachlaßigkeiten zu irren. Ja indemSie die Folgen dieser Reise und Anbetung, dieauch die Weisen selbst nicht übersahen, entdecken,daß dadurch unschuldigesBlut veranlasset undabermals wieder durch die dargcbrachten Geschenkefür die Bedürfnisse des kleinen Flücht-lingcs gesorgt ward, so ziehen Sie den Knotenso mancher fürchterlich- und doch schuldlosen