das Studium der Theologie betr. 63
Schicksale recht fest umS menschliche Herz. DasWeinen Rahels und ihrer Töchter, das Klaggeschreider Mutter und Säuglinge ans Bethlehems Gefil-den schreibt uns die Warnung mit blutigen Zügenein, auch bei unschuldigen Handlungenund Absichten Vorsicht zu gebrauchen undmanche klagende Folge zum Voraus zu fühlen, ehesie selbst unvermeidlich und unwiderruflich da ist.Aus der Schrift und aus dem thatigen Leben, zei-gen Sie den Natteknbiß spater, vergeblicherReue in seinen fürchterlichen Wunden, und befesti-gen dagegen das menschliche Herz, wenn sein Wegrein und gewiß ist. Sie bringen cs vor dasAuge des cwigcn Rich ters , der nicht nachFolgen, sondern Nach Absichten richtet, derdie wohlgerathenste, lauteste That oft wie falschesGold verschmähet und dagegen die redliche Einfaltwie ein edles WcihraUchopser annimmt, ja oft auSden dem Anschein nach mißrathenen Folgen ei-ner guten löblichen Handlung zu rechter Zeit andrehervorbringt, an denen der Urheber selbst verzagte.Indem Sie auch diese dem schwachen Gefäß derMenschheit so nothwendige und tröstende Wahrheitaus Bibel und Geschichte enthüllen, bemerken Sieeben in dieser Geschichte die Schonung des vä-terlichen Gottes, der diese Fremdlinge dieFolgen ihrer Ankunft nicht sehen, Nicht erlebenließ und sic durch einen andern Weg in ihr Landzurückleiret. Unvermerkt kommen Sie bei dieser invielen Lebensläufen so oft erfahrnen Milde, auf dieSie die Menschen nicht aufmerksam genug machenkönnen, zur Entwicklung des Knotens, denwunderbar- errettenden Ausgang. Die Fremd-