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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Seite
58
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Briefe,

SS

wäge die Leiden dieser Zeit und ihre nichtswürdigeSchmach und ihre an sich schon lohnende Mühe,gegen das, was dir bereitet ist von Anbeginn derWelt und wachsend in Ewigkeit dauret Sie se-hen, m.Fr., die Fülle des Segens , und Sie mer-ken es leicht, wie hart der Fluch der Verdammtendagegen fallen werde. Da die Worte einander ent-gegengesetzt sind, so darf und will ich nicht weiterparaphrasiren; glücklich, wenn Sie einen Funkenjener brennenden Fackel, einen Schauer jener vonGott entfernten, in die Abgründe der Schöpfungverbannten, unter Fluch und Qual der Verführtenund Verführer lebenden, ewig verwundeten Seelenund ihrer furchtbaren Gesellschaft in das Herz dererwerfen können, die rings um Sie sitzen und mitAhnen fühlen. Freilich sind unsre Organe vonFleisch und Blut nicht für daurcnde Empfindungenaus jener Welt. Wenn diese Empfindungen abernur der Zustand unsrer um einen Schritt weiterentwickelten Menschheit sind; und dieser Schritt mitaller Wahrheit, aller Ueberzcugung, die in unsliegt, entwickelt würde wenn Sie diese Situa-tion in den Umkreis dieses Lebens brachten, einenjeden an die erinnerten, die schon vor ihm hin-gegangen, die er gekannt, geliebt, beleidigt, ver-achtet, vernachlaßigt, geärgert, gepflegt und cmpor-gehoben habe, und die alle jetzt, wie ein vcrschwund-ner Traum , im Reich der Wahrheit auf ihn war-ten, so daß nur unsre eingeschränkte Sinnlichkeit,die im Nu auch wie ein Traum dahin seyn wird,es verhindert, daß wir ihre Gestalten nicht sehen,die Stimmen ihres Schicksals nicht hören könnenwenn Sie endlich einen jeden auf den Augenblick