das Studium der Thologie betr. Sg
führen, da beim Ausgang aus dieser Welt ihm seininnerstes Bewrrßtsein wie ein eröffnetes Buch seynwird, und er's als Stimme in sich selbst milnimmt,was er gewesen sey? was er seyn werde? — —-mitten im Gefühl dieser Ueberzeugung abgebrochen,die ganze Predigt mit einem Gebet und einem Liedeversiegelt, das des le tz tc n E in d r u cks, den
Jesus Nachlassen wollte, werth ist -
o Freund, wäre ein solcher Wortrag, ein darge-stelltes Wort Gottes, eine belebte Para-bel Jesu, die in jedem Worte nur Wahrheitsucht und ewige Wahrheit findet, wäre sie nichtauch ein labender Wassertrunk dem dürstendenmenschlichen Geist und Herzen im Namen deß ge-geben, deß das Wort ist? Leben Sie wohl-
Vier und vierzigster Brief.
Ich glaubte neulich nicht, daß der Umriß ei-nes einzigen Textes meinen Brief füllen würde undhatte mir vorgenonnncn, in den Parabeln rückwärtszu gehen und wenigstens noch das Gleichniß vonden betrauten Knechten, von den warten-den Jungfrauen u. f. praktisch auszumalcn.Sie Werdens mir jetzo zu thun erlassen: denn ich
kann doch in Briefen keinen Vorrath geben, undzum Beispiel mag Eines gnug seyn. Jedes Gleich-niß muß endlich doch auf seine Art, als eine ei-gene Welt von Situation und Lehre be-