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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Briefe,

beugte Pflanze, die verborgene Grasblume auf, dieweder ihre Gestalt, noch ihren leiblichen Duft ken-net , die aber der Weltheiland kennet, der einstauch eine zertretne Blume war, wie sie! und siesich zu seinem ewigen Kranz des Lohns und ei-ner untrennbaren Himmelsgemeinschaft sammlet.Kommt her zu mir, ertönt die liebliche Stimme,und in ihr wird jedes Wort von Gewichtund Folgen. Hier beginnet, auch ungenannt derdritte Theil, Lohn und Strafe.

Wie zart und menschlich, daß das Urthcil desRichters Einladung, brüderliche Einla-dung wird ins gemeinschaftliche Reich des Va-ters! Er nennet sie Lieblinge, GesegneteGottes; denn giebl's wohl eine liebreichere Aus-zeichnung , als wenn Gott einem Menschen der»stillen, zarten Sinn giebt, dies unsichtbare Reichdes wahren, verschwiegenen Guten zu suchen unddagegen alle Eitelkeit der Welt als ein Nichts auf-zuopfern ? Welchen großen Begriff giebt einReich, das von Grundlegung der Weltauf sic gewartet hat! Sie waren gleichsamder Zweck, die Perle der Schöpfung; das Un-sichtbare und Ewige, in dem sie lebten, war gleich-sam der Kern und Inhalt alles vergänglichen Sicht-baren der Erde: der Kern geht jetzt hervor, dieSchale fallt: dieBlume wird gewonnen, die Pflanze,auf der sie hervorging, verdorret

Alle edlen und schönen Begriffe der Ewigkeit,die auf uns wartet, liegen in diesen hold-einladen-den Worten. Nahe Gottes, innige Gemein-schaft mit Ihm, Genuß der Gesellschaft