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Briefe,
helfen kann, Hülfe. Sie zeigen, daß Gott dcßwe-gcn seine Schöpfung gleichsam so unvollendet gelas,sen und in jedem menschlichen Erdenzustande Leidund Freude, Kraft und Schwachheit, Reichthumund Armuth, Finsterniß und Belehrung, Unschuldund Unterdrückung so wunderbar gepaart, so festzusammcngefügt habe, daß Eins dem Andern helfen,daß der arme mit Unvollkommenheit umgrenzte,Mensch die Schöpfung Gottes vollkommen machen,selbst dadurch yollkommner Herden und mit einerschwachen Hand das thun soll, was die Allmachtselbst hier nicht thun konnte. Sie zeigen, daß Gottdeswegen unsre Kräfte, Aemter, Plätze, Gelegen,Heiken, Bedürfnisse, selbst unser Urtheil, Ge-fühl und Mitgefühl so verthcilt, so ver-schieden gemacht habe, daß jeher die WeltgleichsamZ von einer andern Seite stehet, die Be-dürfnisse der Menschheit anders empfindet, kurz ineinem eigenen Krankenhause seines Geschlechts, woEr Arzt seyn soll und es keiner für ihn seyn kann,lebet. Auch diese Wahrheit kann zu einer Innig-keit gebracht werden, daß gleichsam der ganze Baumunsers Menschensinnes und Mitgefühls in allenAesten und Zweigen sich bis zur Wurzel beweget.Und nun machen Sie den Christum gegenwärtig,dessen höchster Name auch auf dem Richterlhconeder Welt Men scheu sohn ist; der nur deswegenvom Himmel kam, um diese allumfassende Men-schenliebe, M e n sch e n e mp fi n d u n g undMitwirkung durch Lehre, That und seine stilleAufopferung zu vollführen, den Baum zu pflanzen,der voll hülfreicher Arznei und Erquickung durchMenschen, als seine Glieder, für Menschen, als