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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Seite
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Briefe,

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Wenn Sie diese Wahrheit zur größten Anschau«lichkeit gebracht, wenn Sie alle Saiten der Hoff-nung, Furcht, Freude, des Seufzens, Leidens,der schauervollcn großen Erwartung geweckt haben,die Töne der Welt rollen gleichsam im wilden unddoch weisen Tumult unter einander; siehe! so wirdStille! Der Entscheidcr kommt und löset sieauf. Sie lassen ihn in Ihrer Rede auch in derstillen Herrlichkeit und Majestät erschei-nen, wie er im Text erscheint, im schweigend-lau-ten Triumph eines getödteten Menschensohnsund M e nsch cn r i ch ters. Sie erklären kurz da-hin die Bilder und befreien sie von den irrigen Vor-stellungen des Pöbels. Sein Werk ist stille Ent-scheidung: wie ein Hirt die Schaafe von

den Böcken scheidet. Ich beuge mich vor deralles durchfassenden Majestät in einem Hirtenbilde.Nothwendig wird hier Ihr Vortrag himmlischer,erhabner. Sie zeigen, daß Gutes und Böses seinefeste Natur, seine unwandelbaren, ewi-gen Gesetze habe, wie die ganze Schöpfung; denndas Reich desselben sey das unsichtbare Reich derKräfte, und also die eigentliche vor Gott gegen-wärtige Zeiten-Berwaltung. Sie ziehen demBetrüge seinen verhüllenden Schleper weg, und ent-blößen ihn dem untrüglichen göttlichen Auge; jasie rufen unsre wahre Natur das ewige Un sicht-,bare in uns, unser innerstes Bewußtscyn auf,daß es als Abglanz des göttlichen Auges selbst insich sehe und mitzcugc. DerBewciß dieser sesicn,ewigen Wahrheit kann wieder zu einer Stärke ge-bracht werden, daß Alles um und an uns Licht,Auge Gottes, ein aufgeschlagnes, allleserliches