das Studium der Theologie bckr. L«.
wenn Sie diesen Standpunkt mit der Bescheidenheitzeigen, die Ihnen die Sache selbst an die Handgiebt, auch det Leichtsinnige und Zweifler vorjetztdarauf werde bestehen müssen»
Sie gehen zum GleichNiß selbst, Und däIhnen sogleich der Anfang von einer feierlichen Ge-tichtserscheinung zum Auseinanderthun, zurScheidung spricht: so werden Sie nöthwendig
dahin gewiesen, den jetzigen Zustand des Mitein-nndcrseyns, der scheinbaren Verwirrungdes Guten und Bösen zu bemerken» Sie zeigen:daß er sey, und warum er seyn müsset Hierhaben Sie in Aussprüchen der Bibel selbst, inson-derheit in Aussprüchen Christi, so dringendwahre,menschliche Und rührende Aufschlüsse, daß jeder,der auch Noch so sehr darüber seufzete uttd zweifelte,ein nochwendiges Bedürfniß Unsres jetzigen Zu-standes der Menschheit, und einen Zweck Gottesdabei erkennen müßte. Tugend UUd Laster, Leidund Freude, unsre ganze Erziehung Und UebungUnd Wirkung auf Andre ist dazu eingerichtet, sodaß alles aufhörte, wenn (was Schwärmer oft ha-ben bewirken wollen) diese weise, gütige, väterlicheVermischung der Vollkommen - und Unvollkommen-heiten , der Schwachheit und Stärke, des LichtsUnd der Schatten aufhötte! Wir sind hier allesämmtlich noch nicht, was wir seyn sollen undseyn wollen; wir sollens aber werden und hierzu werden streben; diese drei Worte bestimmendie ganze Bahn unsrer Wallfarlh hienieden mit alle»positiven und negativen Kräften» —
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