das Studium der Theologie bet r.
genug geben werden, in ihm zu reden. So langelehren, bessern und strafen Sie sich selbst-
Ich fahre fort, Ihnen einige Schriften undHebungen zu nennen, die zur äußern Bildung die-ses Vortrags dienen, und fange abermals von denGriechen an. Hier mögen nehmlich nun die eigent-lichen Redner der Griechen und Römer stehen,deren Namen und Ruhm überall bekannt, derenVorzug von so großen Männern zergliedert und dar-gestellt ist. Ich habe sie zuletzt gelassen, denn sieerfordern die grösieste Vorsichtigkeit in der Anwen-dung. Um uns ist kein Griechenland, kein Rom:wir reden weder vor dem Senat, noch auf demMarkte; eine falsche Nachahmung also, insonder-heit dessen, was man die Figuren und Blu-men des Vortrags nennet, wäre eher lächer-lich als rühmlich. Es gehört eine genaue Kenntnißder Sachen, der Geschichte, deS Zustandesder Nepublik, in der der Redner sprach, deSGeschäfts, über welches er sprach u. f. dazu,um das Einzige und Beste von allen, den Geistdes Redners, mit dem er die lebendige Situa-tion, die vor ihm lag, erfaßte, sich zu eigenmachte und sie in seinem schönen, rührenden Wort»gebäude dahinstellte — um diesen zu erreichen.Hier ist's billig, daß wir von den Römern zuden Griechen gehn und jene erst kennen lernen;wenn auch aus keiner andern Ursache, so aus der,daß wir ihre Republick, insonderheit zu der Zeit,besser kennen, da ihr größester Redner, Cicero,lebte. Dieser hat sich selbst sehr ins Licht gesetzt:von seinen Reden und Werken haben wir eine weit