das Studium der Theologie betr. 35
tetät , die ich außer den Sokrati-
schen Schriftstellern kaum irgend kenne; auch dieAder von Religiosität (öLronScriuoin«) , der ich denharten Namen Aberglaube bei ihm nicht gern gebenmöchte, ist für einen Theologen lehrreich. SeinePhilosophie ist gewissermaßen nur belebte Ge-schichte, mit der jene auch ganz durchwebt ist;und ich weiß nicht, ob es nützlichere Schriften gebe,als die, so Weisheit und Geschichte in EinenKranz flechten.
Sie werden sich wundern, daß ich Ihnen im-mer noch von keinem Griechischen oder RömischenRedner sage; hören Sie aber Cicero selbst erzäh-len : woran er sich zum Redner gebildet habe? AnPhilosophie und Geschichte. Er an Platound Demosthenes; Demosthenes an Thucydides undPlato; die Poesie ging allen vorher, sonst hättensie sämmllich nicht werden können, was sie gewor-den. Mich dünkt, dies ist der Weg der Natur,den auch die Schrift in der Einkleidung ihres Vor-trages bestätigt. Die Zeiten der Poesie gingenvoraus: die Geschichte folgte: Lehre und Re deentwand sich aus dieser und blieb ihr, als Freun-din, zur Seite. Genug für heute. Leben Sie wohl.
sene moralische Schriften von Plu-tarch, Zürich, 176g. 3 Bände. AddisonsZuschauer und andre Schriften sind durch Ueber-setzungen gleichfalls gnugsam bekannt.
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