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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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das Studium der Theologie betr. 3i

schlingt, in ihn verstrickt sich die AufmerksamkeitdeS Zuhörers. Nur einige Predigten von dieserArt über die reichsten Gleichnisse mit größestem Fleißunp Wetteifer ausgearbeitet, prägen der Seele einegute Form ein, die nachher und bei der ver-schiedensten Materie ihren strengen Umriß, ihretüchtige Wirkung zeiget. Hier gewöhnt mansich zu einer Einheit des Blicks bei der größ-ten Abwechselung des Ganges, zu einemkräftigen, vielfachen und immer bestimm-ten Ausdruck, zu einem Reicht hum der Ma-terie an Sitten, Gedanken, Schilderun-gen u. dgl. endlich zu einem bis ans Ende wach-senden Numerus der Rede. Scheuen Siesich nicht, um hier zur Vollkommenheit zu gelan-gen, vor den Regeln und Vorbildern der Griechen;denn diese sind, in allem, was Ausführungund Ausbildung, Einkleidung und Fabel ist,allein Meister. Homer und Sophokles sindin thätiger Entwickelung des vollkommensten mythi,scheu Gebäudes, so wie A r i st o t e l e s in denfeinsten Bemerkungen und Regeln darüber, die ewi-gen Muster, die auch H. Basilius selbst anprei-set. Niemand in der Welt hat besser, als Homer,bewiesen, wie man die einfachste Fabel mit derreichsten Natur beleben, mit dergrößestcn Ein-falt so vielfach machen kann, als die weiteSchöpfung. Wie einfach leitet er den Planfort und läßt ihn am Faden seiner Hand immerwachsen! wie weise vertheilt ec Licht undSchatten, führt jeden Gott und jede Begeben-heit zu rechter Zeit herbei, und eilt immerdarzum Ziele. In diesem großen Anblick seine Jliade