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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Briefe,

fange bis zu Ende auch in Interesse, imAffekt; sie wird in ihrer Grundlage eine Fabel,eine lebendige Situation, oft ein Drama desmenschlichen Herzens (ich weiß, Sie stoffensich am Wort nicht) mit Knote und Entwick-lung, kurz ein unzertrennbares Ganze.Der Zuhörer hat den Vortheil, daß er immer nurBibel, für sich belebte Bibel höret, jagewissermassen vor und um sich sichet. Er hat denBortheil, daß er sich nachher Stück für Stück,Wort,für Wort eines jeden zu erinnern weiß,was gesagt ist, insonderheit was für ihn gesagt ist;er darf nur den Text vor sich nehmen undihn wie einen svrtflicßenden Strom oder wie einenLustweg, wo überall erinnernde Denkmale stehn,hinabwandeln. Er bekommt auch auf diese Weiseseine Bibel lieber, da er sie verstehen lernt undauf allen Seiten die Geschichte feines Her-zens in ihr liefet! bey der andern Methode mager alles lernen, nur nicht die Bibel, die sich ihmja nur in ausgerupften, herbeigezwungenen Stellendarbeut oder in ewigen Hohllönen, die Spracheder Bibel seyn sollen und es nicht sind, um seinOhr schallte. Auch Sie bekommen die Schrift lie-ber, die sich Ihnen auf solche Weise in einer Fülleund Mannich faltig? eit darbeut , die Sie niearm werden laßt, da Sie nach jener Mönchsmc-thode in weniger Zeit Blut- und Mausearm sind,weil Sie nach ihr ja immer nur vom Allgemeinenzehren und sich dies Allgemeine zu bald aufißt Hierwerden Sie immer neu, wie Ihr Text, wieIhre Geschichte: diese laßt sich in verschiedenenJahren auch verschieden anseh en und hat