das Studium der Theologie betr. 21
scheiden an, suchen die Situation in ihm mitwenigen Worten interessant zu machen, oder seineLehre in Situation zu verwandeln. Diese begleitenSie nun durch alle Theile der vorliegenden Ge-schichte , Lehre oder Parabel kurz und leben-dig: Sic gencralisircn das Besondre, partiku-
larisircn das Allgemeine, machen Ihren Textzum Text der Welt, Ihre Geschichte und Para-bel zur Geschichte und Parabel des mensch-lichen Herzens, die Situation, die Sic anzcig-ten, in allen Krümmen zur Situation unsersLebens. Da kann Ihnen Niemand entkommen,wenn er auch wollte, da darf niemand auf Appli-cation warten, weil alles Anwendung ist: da sollniemand beim Thema verachtend entschlafen, weilcs kein trockner Satz, kein nnivnrsuwr in nnnsist, sondern alles hier Thema des menschlichenSinnes und Lebens wird. Os ts imiwaturkakula! heißt's beständig, wenn cs auch mit keinemWort gesagt würde: die Sache spricht, die Si-tuation kommt an uns, schlingt sich um unsund laßt nicht eher ab, bis die Predigt aus ist,bis jeder fühlt, daß sie aus sey, und sie gern lan-ger wünschte. Sie führten den Zuhörer nicht aufder geschlagenen, ausgetretenen Landstraße, wo eSso wenig eine Freude ist, andre zu leiten, als selbstmitzugchcn, zumal man ja immer nur, wie dasSprüchwort sagt, der Nase folgen darf. In na-türlichen, ungcsuchten, immer abwechselnden unddoch zusammenhängenden Labyrinthen führen Sieihn zum Ziel Ihrer Wallfacth und behalten denLeitfaden immer in Ihrer Hand; der Zuhörermuß folgen. Zudem wachst Ihre Predigt von An,