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Briefe,
nicht gepredigt, der Text in seiner ganzen, lebendi-gen Ansicht nicht gebraucht; allenfalls könnte manda auch immer über ein Compendium der Philoso-phie oder, wie Kaisersberg that, über Brandes Nar-renschiff predigen und die Predigten waren const-stenter. Jetzt, sobald ein Redner der Art sein sauer-süßes Thema ankündigt, ist's nicht, als ob er dieSchlummerkörner eines großen Mohnhaupts überdie Versammlung streute? Der Eine Theil denkt:was soll mir das? Kann mir dieser über einenso allgemeinen, in der Luft schwebendenSatz, über eine in Predigtwindeln cingcschnürtePflicht oder Tugend sagen, was ich nicht langstaus flcherern Quellen, mit bestimmtcrn Begriffenund Erfahrungen, bester wüßte? Er predigt! undso predige er denn! Sein großes, ewiges Themaist: Hilsts nicht, so schadets nicht; scha-dets nicht, so Hilsts nicht; das er durchTheile und Untcrabtheilungen, nebst introitn undaxorclio , sechsserlei nsn und Application allemalstrenge durchführt. Ec beweiset's heute und überacht Tage, und über hundert Jahr, wenn er nochlebt, wird er's wieder beweisen.
Nehmen Sie nun im Gegentheil das WortGottes, oder Ihren Text, wie er daliegt. Dasmeiste davon ist Geschichte, Parabel, undauch alle Lehre mit solchen verwebet: was nun na-türlicher, als daß Sie diese als das, was sieist, zeigen, Ihren Text oder seine Situation be-leben und solche in jedem kleinen Glicde desGanges und Fortganges anwendcnd verfol-gen. Sie kündigen den Inhalt Ihres Texts be-