B r i efe,
Was ist starker, als das Schicksal?
Seiner Liebe stille Glut.
Seine Demuth, seine Hoffnung,
Die in Menschenherzen ruht-
und einst aufgchen wird, das kleinste Senfkorn zumgrößestcn Baume.
B ei läge.
Einige Gedanken Luthers.
Die Schrift ist wie ein Ring. Wenn der anEinem Ort brache, wäre es nimmer ganz.
Es ist kein Wort im N. T. das nicht hintersich sehe in das Alte: durchs Evangelium sind diePropheten aufgethan. Wir sollen hinterrück lausenund das N. aus dem A. gründen : wir müssen zu-rückstudiren und aus dem N. das A. lernen.
Was Hilsts, daß wir die Schrift so reichlichhaben und hören, und nichts davon uns nütze ma-chen? wie eine Magd, die mitten in Blumen säßeund keine wollt' abbrechen, einen Kranz zu flechten.
Ich habe nun etliche Jahr die Bibel jährlichzweimal ausgelescn und wenn sie ein großer, mäch-tiger Baum wäre, und alle Worte waren Aestleinund Zweiglein, so habe ich doch an allen Aestleinund Reislein angeklopft, und gern wissen wollen,was daran wäre und was sie vermöchten, und alle-zeit noch ein paar Früchte heruntergeklopfet.