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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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Briefe,

seinem Licht und Schütten, auch das Maas desLichts und des Verhälniffes in jedem Thelle. DasWort Bild, Figur, Vorbild wird beinah soverändert in den Sluffen seiner Bedeutung,als die Farben - und Lichtbrechungen eines Gemäl-des; und Welt und Wort Gottes ist uns ja einGemälde ' Offenbar ist keine Wissenschaft derTheologie so sein, als diese über den ganzen Zu-sammenhang der Bibel und die Verhält-nisse ihres fortgehenden Gebäudes. Sieerfordert einen Mann und keinen Schieler, einenMann von gutem Verstände, von Hellem Kopf undzugleich von gutem Herzen, der dazu im rechtenStandpunkt stehet. Ich glaube, daß ohngeachtetmanches Ueberlriebenen einige altere Zeilen, undzwar ungelehrte, aber richtigfühlende Leser der Bi-bel weiter darin gewesen, als einige sehr gelehrteKlüglinge jetzt sind. Durch Unglauben sowohl alsdurch Aberglauben wird jede gute Sache übertrie-ben : der eine sieht gar keine, der andre überall Bilderder Zukunft und beide werden meistens von einerPrunk-Gelehrsamkeit bestochen, entweder einen al-ten Heiligen aus dem Kalender zu thu», oder einenneuen in ihn thu» zu können. Wir sind jetzt inder Zeit des Hcrausthun s; cs wird auch wie-derum eine andere der Restitution kommen, ohnedoch daß man die Sache so übertreibe, wie unläug-bar einige Jahrhunderte vor uns sie übertrieben ha-be». Das Sichten ist gut; nur wäre es schlimm,wenn uns zuletzt gar nichts in, Siebe bliebe.Ueberhaupt kenne ich keine feinere Philosophie, alsdie über Sprache undBiloer, über ihrenabwechselnden, und doch immer sortgehenden, sich