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Religion und Theologie Theil 10 (1829) Briefe, das Studium der Theologie betreffend ; 2
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das Studium der Theologie betr. 7

Jahr aus Jahr ein Lebenslang und immer aus ei-nerlei Beeise leiern? Wie war dem menschlichenGeiste zu Muib, als er Jahrhunderte lang an ei-ner übelverstandnen Scholastik des Aristoteles kauenmußte t und wie ergehts noch so manchen, die sichfreurullig äbnltche Kelten schmieden? Glücklich, daßuns die Bibel solche nicht schmieden wollte! Sie istein Enrrcn, kein Kerker; eine Welt voll Abwech-selung und Fruchtbarkeit der Gedanken , kein Ar-beiisbaus, wonn man immer auf Einerlei Weiserasseln müßte. Jetzt erholen Sie sich an diesem,jetzt an jenem Geiste, an seinen Sprüchen, an sei-ner Einkleidung. Die alte Wahrheit wird ihnen, wirdibreuZuhörern danur neu: die neue Situation des Man-nes , die neue Anwendung seiner Lehre belebt Ihnengleichfalls aufs neue Herz und Seele. So erheitertuns die fri'che Luft und so wird die todtgeakhmeteLuft durch neue Pstanzen und Krauter lebendig.Es ist kein Zweifel, daß Sie jetzt diesen, jetzt je-nen Schriftsteller der Bibel vertrauter, naher, in-niger fühlen werden; Sie finden also im alten WortGottes immer einen neuen Freund, die BürdeIhres Amts und Lebens mit Ihnen zu tragen, undwerden über die mancherlei Kräfte, Gaben, Spra-chen und Aemter, die Paulus als Erweise undKennzeichen deö Einen Geistes so hoch rühmetGott preisen.

Uebrigens lassen Sie sich durch keine der Ein-kleidungen des Vortrags der Bibel je von der EinenWahrheit entfernen, die in ihnen allen als Seelelebet: denn wie jenes Sklaverei war, wäre diesesgar kindisch. Allcnthaben ist Einkleidung nur Mit-