der Geschichte der Menschheit. 3c>5
VI.
Schlußanmerkung.
^»L?ie kam also Europa zu seiner Kultur, und zu demRange, der ihm damit vor andern Völkern gebühret?Ort, Zeit, Bedürfniß, die Lage der Umstände, derStrom der Begebenheiten drängte es dahin; vor allemaber verschaffte ihm diesen Rang ein Resultat vielergemeinschaftlichen Bemühungen, seineigner Kunstfleiß.
r. Ware Europa reich wie Indien, undurchfchnit-ten wie die Tatarey, heiß wie Afrika, abgetrenntwie Amerika gewesen ; es wäre, was in ihm gewordenist, nicht entstanden. Jetzt half ihm auch in der tief- -sten Barbarey seine Weltlage wieder zum Licht; ammeisten aber nutzten ihm seine Ströme und Meere.Nehmet den Dnieper, den Don und die Düna, dasschwarze, mittelländische, adriatische und atlantischeMeer, die Nord- und Ostsee, mit ihren Küsten, In-seln und Strömen hinweg; und der große Handels-Verein, durch welchen Europa in seine bessere Tbätig-keit gesetzt ward, wäre nicht erfolget. Jetzt umfasse-ten die Heyden großen und reichen Welttheilc, Asienund Afrika diese ihre ärmere, kleinere Schwester; siesandten ihre Waaren und Erfindungen von den äußer-sten Grenzen der Welt, aus Gegenden der frühesten,längsten Kultur zu, und schärften damit ihren Kunst-fleiß, ihre eigne Erfindung. Das Klima in Europa,die Reste der alten Grschen- und Römerwelt kamendem Allen zu Hülfe; mithin ist aufT hätigkeit undErfindung, auf Wi ss e n s c h a fte n und ein ge-meinschaftliches, wetteiferndes Bestre-ben die Herrlichkeit Europa's gegründet.