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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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Äov Ideen zur Philosophie

Häuten, aus Leim und Erden, aus Steinen, Metal-len , Pflanzen, Saften und Farben, aus Asche, Sal-zen, Lumpen und Unrath Wunderdinge hervorgebrachtsind, die wiederum als Mittel zu andern Wunderdin-gen dienten und dienen werden. Ist die Geschichteder Erfindungen das größcste Lob des menschlichenGeistes: so sind -Zünfte und Gilden die Schulen der-selben gewesen, indem durch Vereinzelung der Künsteund regelmäßige Ordnung des ErlernenS, selbst durchden Wetteifer mehrerer gegen einander, und durch dieliebeArmuth, Dinge hervorgebracht sind, die die Gunstder Regenten und deS Staats kaum kannte, selten be-förderte oder belohnte, fast nimmer aber erweckte. ImSchatten eines friedlichen Stadtregimcnts gingen siedurch Zucht und Ordnung hervor; die sinnreichstenKünste entstanden aus Handarbeiten, aus Gewerken,deren Gewand sie, zumal disseit der Alpen, nicht zuihrem Schaden, lange Zeit an sich getragen haben.Lasset uns also auch jene Förmlichkeiten und Lehrstaf-feln jeder solchen praktischen Ordnung nicht verlachenoder bemitleiden; an ihnen erhielt sich das Wesen derKunst und die Gcmcinehre der Künstler. Der Mönchund Ritter bedurfte der Lehrgrade weit minder, als derthatige Arbeiter, Key welchem die ganze Genossenschaftgleichsam den Werth seiner Arbeit verbürgte : denn al-lem , was Kunst ist, steht nichts so sehr als Pfusche-rei), Mangel des Gefühls an Meisterehre entgegen;mit diesem geht die Kunst selbst zu Grunde.

Ehrwürdig seyn uns also die Meisterwerke dermittleren Zeit, die vom Verdienst der Städte um al-les, was Kunst und Gewcrb ist, zeugen. Die Gorhi-sche Baukunst wäre nie zu ihrer Blüthe gelanget, wennnicht Republiken und reiche Handelsstädte mit Dom-kirchen