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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 299

ihren Handel weiter langten, als Athen und Spartaje gelangt hatten ; disseit der Alpen gingen nickt nureinzelne Städte durch Fleiß und Handel hervor, son-dern cs knüpften sich auch Bündnisse derselben, ja zu-letzt ein Handelsstaat zusammen, der über das schwar-ze, mittelländische, atlandische Meer, über die Nord-und Ostsee reichte. In .Deutschland und den Nieder-landen, in den nordischen Reichen, Polen, Preußen,Ruß - und Licfland lagen diese Städte, deren FürstinLübeck war, und die grosssten Handclsörlcr in Eng-land, Frankreich, Portugal, Spanien und Italien ge-fetteten sich zu ihnen; vielleicht der wirksamste Bund,der je in der Welt gewesen. Er hat Europa mehr zueinem Gemeinwesen gemacht, als alle Kreuzfahrten undRömische Gebrauche: denn über Religions- und Na-tionaluntcrschiede ging er hinaus, und gründete dieVerbindung der Staaten auf gegenseitigen Nutz, aufwetteifernden Fleiß, auf Redlichkeit und Ordnung.Städte haben vollführt , was Regenten, Priester undEdle nicht vollführcn konnten und mochten: sie schufenein g e m c i ns c h a ft l i c h - w irke n d e s Eu r 0 p a.

2. Die Zünfte in den Städten, so lästig sieoft der Obrigkeit, ja der wachsenden Kunst wurden,waren als kleine Gemeinwesen, als verbündete Körper,wo jeder für alle, alle für jeden standen, zu Erhal-tung redlichen Gewerbes, zu besserer Bearbeitung derKünste, endlich zur Schatzung und Ehre des Künst-lers selbst, damals unentbehrlich. Durch sie ist Euro-pa die Verarbeiten» aller Erzeugnisse der Welt worden,und hat sich dadurch als der kleinste und ärmste Well-theil die Uebermacht über alle Wellcheile erworben.Seinem Fleiß ist es Europa schuldig, daß aus Wolleund Flachs, aus Hanf und Seide, aus Haaren und