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Ideen zur Philosophie
V.
Anstalten und Entdeckungen in Europa.
i. -^-fte Städte sind in Europa gleichsam ste-hende Heerlager der Kultur, Werkstätten des Fleißesund der Anfang einer bessern Staatshaushaltung ge-worden, ohne welche dies Land noch jetzt eine Wüstewäre. In allen Ländern des römischen Gebiets er-hielt sich in und mit ihnen ein Thcil der römischenKünste, hier mehr, dort minder; in Gegenden, dieRom nicht besessen hatte, wurden sic Vormauern ge-gen den 'Andrang neuer Barbaren, Freystätten derMenschen, des Handels, der Künste und Gewerke.Ewiger Dank den Regenten, die sie errichteten, be-gabten und schirmten: denn mit ihnen gründeten sichVerfassungen, die dem ersten Hauch eines Ecmcin-geistcS Raum gaben; cs schufen sich aristokratisch-demokratische Körper, deren Glieder gegen und über-einander wachten, sich oft befeindeten und bekämpften,eben dadurch aber gemeinschaftliche Sicherheit, wett-eifernden Fleiß und ein fortgehendcs Streben nichtanders als befördern konnten. Innerhalb der Mauereiner Stadt war auf einen kleinen Raum alles zusam-mengedrängt, waS nach damaliger Zeit Erfindung, Ar-beitsamkeit, Dürgcrfreyheit, Haushaltung, Polizcy undOrdnung wecken und gestalten konnte: die Gesetze man-cher Städte sind Muster bürgerlicher Weisheit. Edlesowohl als Gemeine genossen durch sic des ersten Na-mens gemeinschaftlicher Freiheit, des Bürgerrech-tes. In Italien entstanden Republiken, die durch