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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 297

einer rohen und dumpfen Barbaren, unter dem Druckgcist- und weltlicher Herrschaft geht alles Gure furcht-sam hervor; hier wird das beste Samenkorn auf har-tem Wege zertreten oder von Raubvögeln geholet;dort darf es sich unter Dornen nur mühsam empor-arbeiten, und erstickt oder verdorret, weil ihm derwohlthatige Boden alter Einfalt und Güte fehlet.Die erste Volksrcligion kommt unter verfolgten, zumTheil schwärmenden Ketzern, die Philosophie anfHör-salen streitender Dialektiker, die nützlichsten Wissen-schaften als Zauberey und Aberglaube, die Lenkungmenschlicher Empfindungen als Mystik, eine bessereStaatsveesassung als ein abgetragener, geflickter Man-tel einer langst verlebten, ganz ungleichartigen Ge-setzgebung zum Vorschein; hiedurch soll Europa sichaus dem verworrensten Zustande hervvrhebcn und nettbilden. Was indessen dem Boden der Kultur anlockerer Tiefe, den Hülfsmitteln und Werkzeugen anBrauchbarkeit, der Luft an Heiterkeit und Freyheitentging, ersetzt vielleicht der Umfang des Gefildes,das bearbeitet, der Werth der Pflanze, die erzogenwerden sollte. Kein Athen oder Sparta, Europa sollhier gebildet werden; nicht zur Kalokagathie einesgriechischen Weisen oder Künstlers, sondern zu einerHumanität und Vernunft, die mit der Zeit den Erd-ball umfaßte. Lasset uns sehen, was dazu für Ver-anstaltungen gemacht, was für Entdeckungen ins Dun-kel der Zeiten hingestreuet wurden, damit sie dieFolgezeit reifte.