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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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294 Ideen zur Philosophie

manche geheime Orden, große Zünfte fahrender Scho-lastiker sind daraus entstanden; ja die ganze Gestaltder philosophischen und mathematischen Wissenschaf-ten bis über das Jahrhundert der Reformation hin-aus verrätst diesen arabischen Ursprung.

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Kein Wunder, daß sich an eine solche Philoso-phie die Mystik anschloß, die sich selbst an ihr zueinem der feinsten Systeme beschaulicher Vollkommen-heit gebildet. Schon in der ersten christlichen Kirchewar aus der ncuplatonischen Philosophie in mehrereSekten Mystik gegangen; durch die Ucbersctzung desfalschen Dionysius Arcopagita kam sie nach Occidentin die Kloster, manche Sekten der Manichäer nah-men an ihr Theil, und sic gelangte endlich, mit undohne Scholastik, unter Mönehur und Nonnen zu ei-ner Gestalt, in welcher sich bald die spitzfündigsteGrübelei) der Vernunft, bald die Zarteste Fcinhnt desliebenden Herzens offenbaret. Auch sic hat ihr Gu-tes bewirkt, indem sie die Gcmüther vom bloßen Ce-rcmoniendienst abzog, sie zur Einkehr in sich selbst ge-wohnte , und mit geistiger Speise erquickte. Einsa-men, der Welt entnommenen, schmachtenden Seelengab sie außer dieser Welt Trost und Uebung, wie siedenn auch durch eine Art geistlichen Romans die Em-pfindungen selbst verfemte. Sie war eine Vorläufe-rin der Metaphysik des Herzens, wie die Scholastikeine Vorarbeiten» der Vernunft war, und beydc hiel-ten einander die Wage. Glücklich, daß die Zeitenbcynahe vorbei) sind, in welchen dies Opium Arzucywar und leider seyn mußte *).

) Rach allem, was Poiret, Arnold u. a. geschrie-ben, fehlt uns noch eine Geschichte der Mystik