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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
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292 Ideen zur Philosophie

stellen im Steint und in der Kirche: denn auch vonStaatsangelegenheiten war die Scholastik so wenigausgeschlossen, daß jener Dccam, der Philipp denSchönen und Ludwig von Bayern gegen die Päpstevertheidigte, zum Kaiser sagen konnte:beschütze dumich mit dem Schwert; mit der Feder will Ich dichschützen." Daß sich die Französische Sprache vor an-dern zu einer philosophische» Pcäcision gebildet, kommtunter andern auch davon her, daß in ihrem Vater-lande so lange und viel, so leicht und fein disputirtworden ist: denn die lateinische Sprache war mit ihrverwandt, und die Bildung abstrakter Begriffe gingleicht in sie über.

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Daß die Uebcrsetzung der Schriftendes Aristoteles zur feinen Scholastik mehr alsAlles bcytrug, ist schon aus dem Ansehen klar, dassich dieser griechische Weltweise in allen Schulen Eu-ropa's ein halbes Jahrtausend hin zu erhalten wußte;die Ursache aber, weswegen man mit so heftigerNeigung auf diele Schriften siel und sie meistens vonden Arabern entlehnte, liegt nicht in den Kreuzzügcn,sondern im Triebe des Jahrhunderts und in dessenDenkart. Der früheste Reiz, den die Wissenschaftder Araber für Europa hakte, waren ihre mathema-tische Kunstwerke, sammt den Geheimnissen, die manbey ihnen zur Erhaltung und Verlängerung des Le-bens, zum Gewinn unermeßlicher Reichthümcr, jazur Kenntniß des waltenden Schicksals selbst zu fin-den hoffte. Man suchte den Stein der Weisen, dasElirir der Unsterblichkeit; in den Sternen las manzukünftige Dinge, und die mathematischen Werkzeugeselbst schienen Zauberinstrumente. So ging man als