der Geschichte der Menschheit, 28.)
endlich nach mehreren Disputationen und gehaltenenConcilicn (1200.), als der Zorn der Geistlichen aufshöchste gebracht war, das Jnquisitionsgericht gegensie erkannt ward, und weil ihr Beschützer, GrafRaimund von Toulouse, ein wahrer Märtyrer fürdie gute Sache der Menschheit, sie nicht verlassenwollte, jener fürchterliche Krcuzzug mit einer Summeder Grausamkeiten auf sie losbrach. Die wider siegestifteten Ketzerprcdiger, die Dominikaner, warenihre abscheulichen Richter; Simon von Montfort, derAnführer des Kreuzzuges, der härteste Unmensch, dendie Erde kannte; und aus diesem Winke! des süd-lichen Frankreichs, wo die armen Uons Uoimrimszwei) Jahrhunderte lang verborgen gewesen waren,zog sich das Blutgericht gegen alle Ketzer nach Spa-nien, Italien und in die meisten christ - katholischenLander. Daher die Verwirrung der verschiedenstenSekten der mittleren Zeit, weil sie diesem Blutgc-richt und dem Versolgungsgeist der Klerisey alle gleichgalten; daher aber auch ihre Standhaftigkeit und stilleVerbreitung, also daß Nach drey bis fünf hundertJahren die Reformation der Protestanten in allenLandern noch denselben Samen fand und ihn nurNeubelebte. Wiklef in England wirkte auf die Lol-larden, wie Huß auf seine Böhmen wirkte: dennBöhmen, das mjt den Bulgarn Eine Sprache hatte,war langst Mir Sekten dieser frommen Art erfülletgewesen. Der einmal gepflanzte Keim der Wahrheit,und des entschiednen Hasses gegen Aberglauben, Men-schendienst und das übcrmüthige, ungastliche Klericatder Kirche war Nicht mehr zu zertreten; die Fran-ziskaner und andre Orden, die als ein Bild derArmuth und Nachahmung Christi, jenen Sekten ent-Phrlos. u. Gesch. VI. LH. L Mecu IV.