der Geschichte der Menschheit. 2-9
Vorzügen gleich ihnen zu gelungen; sorgfältig zählteer seine Ahnen, erwarb sich Winden und Vorzüge,so daß in einigen Geschlechtern Er wieder der oll«Adel hieß, ob er gleich mit jenen Dvnasten, die ge-gen ihn Fürsten waren, mit Nichten zu einer Klassegehöret. In Palästina konnte was Waffen trug,Ritter werden; die ersten Kreuzzüge waren ein gro-ßes Erlaßjahr für Europa. Bald kam dieser neuedienende Kriegsadel der wachsenden Monarchie sehrzu Statten, die ihn gegen die übriggebliebenen hohenVasallen klüglich zu gebrauchen wußte. So reibenLeidenschaften einander, und der Schein den Scheinauf: durch den dienenden Kriegs - und Hofadel gingendlich das alte Ritlerthum gar zu Grunde.
3 . Daß die in Palästina gestifteten geistli-chen Ritterorden Europa zu keinem Vortheilgewesen, ist durch sich selbst klar. Sie zehren nochvon dem Kapital, das einst dem heiligen Grabe,einem für uns ganz untergegangcnen Zwecke, gewei-hct ward. Die Hospitaliter sollten ankommende P,I-grimme beherbergen, Kranke verpflegen, Aussätzigebedienen srroo.l; dies sind die hohen Johannirer-Rittcr unsrer Zeit. Als ein Edelmann aus demDelphinat, Raimund du Puy, Waffenqclübde untersie brachte (> > 3 <>.) , trennte sich der Lazarusordcnvon ihnen, und blieb bcy der ersten Stiftung (1119.).Die Tempelherren waren regulirtc Chorherren, lebtenzehn Jahre selbst von Almosen, und beschützten diePilger des heiligen Grabes, bis auch nach vergrö-ßerten Gütern ihre Statuten verändert wurden (1128.),und der Ritter den Waffenträger, der Orden die-nende Brüder hinter sich bekam. Der brutsche Or-den endlich war für Kranke und Verwundete gestis-