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Ideen zur Philosophie
Lieferanten; sie gewannen aber alles von den Chri-sten , gegen deren Vermögen sie eigentlich die Kreuz-fahrer waren. Was dem griechischen Reich entrissenward, war ein schändlicher Kaufmannsraub, der da-zu diente, daß durch die äußerste Schwächung diesesReichs den immer näher andringcnden Türkcnhordendereinst ein leichter Spiel mit Konstantinopel gemachtwerden sollte. Daß Türken in Europa sind, unddaß sie sich daselbst so weit umherbreitcn konnten,hatte der Löwe des heiligen Markus in Venedig schondurch den vierten Kreuzzug vorbereitet. Zwar halfendie Genuesen einem Geschlecht griechischer Kaiser wie-der auf den Thron; allein cs war der Thron einesgeschwächten, zcrstückten Reiches, den nachher dieTürken leicht überwältigen mochten, da denn Vene-zianer sowohl als Genueser ihre besten Besitzungenim mittelländischen und am schwarzen Meer, ja end-lich fast allen ihren Handel dahin auch verloren.
2. Das Rittcrthum ist nicht durch die Kreuz-züge, sondern die Kreuzzüge sind durch das Ritter-thum entstanden; beym ersten Feldzuge schon erschiendie Blume der französischen und normannischen Rit-ter in Palästina. Vielmehr haben die Kreuzzügebepgctragcn, rinn seine eigcnthümiiche Blüthe zu rau-ben , und wahre Waffenrittcr in bloße Wappenrilterzu verwandeln. In Palästina nämlich kroch man-cher unter den Helm, der ihn in Europa nicht tra-gen durste; er brachte Wappen und Adel zurück, diejetzt ans sein Geschlecht übergingen, und damit einenneuen Stand, den Wappen - und mit der Zeit auchden Briefadel in Lauf brachten. Da die Zahl deralten Dynasten, des wahren Ritteradels, vermindertwar, so suchte dieser zu Besitzungen und erblichen