und Menschen gekostet hatte; welches waren ihre Er-folge *) ?
Man ist gewohnt den Kreuzzügen so viele guteWirkungen zuzuschreiben, daß man dieser Mcynungzufolge unserm Welttheil alle halbe Jahrtausende eindergleichen Fieber, das seine Kräfte rüttelt und auf-regt, wünschen müßte; eine nähere Ansicht zeigt aber,daß die meisten der angegebnen Erfolge nicht von denKreuzzügcn, am wenigsten von ihnen allein herstam-mcn, sondern daß unter den vielen Antrieben, dirdamals Europa gewann, sic höchstens ein beschleu-nigender, im Ganzen aber widriger Mit- und Ne-benstoß gewesen, den die Vernunft der Europäer wohlhatte entbehren mögen. Ueberbanpt ist's nur einBild der Phantasie, wenn man aus sieben getrenn-ten Feldzügen, die in zweybundert Jahren, aus sehrverschiednen Ländern und Beweggründen unternom-men wurden, blos des gemeinschaftlichen Namenswegen, eine Hauptquellc von Begebenheiten dichtet.
r. Der Handel, sahen wir, war den Euro-päern in die arabischen Staaten vor den Kreuzzügcneröffnet, und es stand ihnen ftey, solchen auf ciiwanständigere Weise zu nutzen und zu verbreiten, alses durch Räubcrfeldzüge geschehen konnte. Bey die-sen gewannen die Ucberfahrcr, Gcldncgociaisten und
Die von mehreren gelehrten Gesellschaften vcran-laßtcn Abhandlungen und Preisschrifien über dieWirkungen der Kreuzzüge sind mir nicht zu Ge-sicht gekommen; daher ich meine Ucynung ohneBeziehung auf dieselbe vertrage.