270 Ideen zur Philosophie
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mus der Könige hin, sich so tapfer, artig und edelerzeigten, daß ihren Geschlechtern damit ein ewigerRuhm bleibet! Als der Ruf der Kreuzzüge erschall-te , waren Französische Ritter die Blume der ganzenRitterschaft Europa's: Französische Geschlechter stie-gen auf den Thron von Jerusalem und Konstantmv-pel; die Gesetze des neuen Staats wurden Franzv-siich gegeben. Mit Wilhelm dem Eroberer stieg die-se Sprache und ihre Kultur auch auf den BrittischenThron; beyde Nationen wurden Nebenbuhler derRittertugend, die sie sowohl in Palästina als inFrankreich wetteifernd erwiesen, bis England seinenNachbarn den citeln Glanz überließ und sich einenützlichere, die bürgerliche Laufbahn wählte. DerMacht des Papstes hat Frankreich zuerst und zwarauf die leichteste Weise, gleichsam mit Anmulh Trotzgeboten; selbst der heilige Ludwig war nichts wenigerals ein Sklave des Papstes. England, Deutschlandund andre Länder haben tapferere Könige gehabt alsFrankreich; aber die Staatsklugheit ist aus Italienzuerst dorthin übergegangen, und hat sich, selbst wosie schändlich war, wenigstens mit Anstand gcbehr-det. Auch den Instituten für die Gelehrsamkeit,den obrigkeitlichen Würden und Rechtsstühlen hatdieser Geist sich mitgetheilt, Anfangs zum Nutzen,nachher zum Schaden. Kein Wunder also, daß dieFranzösische Nation die eitelste von Europa wordenist; fast von Entstehung ihrer Monarchie an hat sieEuropa vorgeleuchtet, und in den wichtigsten Verän-derungen den Ton gegeben. Als alle Nationen, wiezu einem großen Earoussel in Palästina zusammen-trafen , wurden die Deutschen mit den FranzösischenRittetn verbunden, um durch die Verbindung mit