der Geschichte der Menschheit. 26.9
glücklich als in Frankreich geEhen. Durch dieZusammenkunft vieler Ursachen hatte sich Lebensart,Sprache, Poesie, ja gar die Moral und Religionder Menschen diesem Geschmack gleichsam zugcbil-det *).
Denn wenn wir aus dem Gebiet der Fabel insLand der Geschichte treten, in welchem Reich Euro-pa's hat sich die Blnthc der Ritterschaft schöner alsin Frankreich gezciget? Seitdem mit dem Verfallder Karlinger so viel Höfe kleiner Potentaten, derHerzoge, Grafen und Barone zu Macht und inGlanz kamen, als beynahe Provinzen, Schlösser undBürge waren: seitdem ward jedes Residenz - undRitterschloß auch eine Schule der Ritterehre. DieLebhaftigkeit der Nation, die Kampfe, denen sie ge-gen Araber und Normänner Jahrhunderte lang aus-gesetzt gewesen waren, der Ruhm, den ihre Vorfah-ren dadurch erlangt, der blühende Wohlstand, zuwelchem mehrere Hauser sich aufgeschwungen hatten,ihre Vermischung mit den Normänncrn selbst, ammeisten aber etwas Eignes im Charakter der Na-tion, das sich von den Galliern an durch ihre ganzeGeschichte offenbaret, dies alles brachte jene Sprach-seligkeit, jene muntere Schnellkraft, leichte Gefällig-keit , und glänzende Anmut!) ins Ritterwcscn, dieman außer der Französischen bey andern Nationenspat, selten oder gar nicht findet. Wie viel Französi-sche Ritter müßten genannt werden, die durch Gesin-nungen und Tbatcn, in Kriegs- und Friedenszeiten,die ganze Geschichte hindurch, bis unter den Despotis-
ch Von diesen Richtungen und Ingredienzen der Ro-mane des Mittelalters an einem andern Orte.