268 Idem zur Philosophie
santesten Personen und Begebenheiten aus der li-mosinischen Gegend, Ernenne, Languedok, Movence,und dem Theile von Spanien, wo die provenzalischeDichtkunst blühte. Die zweyte Richtung der Sagen,von Artus und seinem Hofe, ging über das Meerhin nach Cornwallis, oder vielmehr in ein utopischesLand, in welch.in man sich eine eigne Gattung desWunderbaren erlaubte. Der Spiegel der Ritterschaftward in diesen Romanen hell polieret; in den ver-schi.dncn Stufen und Charakteren der Mitgenosscnan der runden Tafel wurden die Fehler und Tugen-den dieses Hofstaats sehr klar gezeichnet; wozu ineiner so alrcn Zeit und unbeschränkten Welt, alsdie Ärtusromane zum Gebiet hatten, viel Raumwar. Endlich entstand aus bepden eine dritte Gat-tung der Romane, von welcher keine Französischeund Spanische Provinz ausgeschlossen blieb. Poitou,Champagne, die Normandie, der 'Ardenncrwald,Flandern, ja Mainz, Castilien, Algarbicn gabenRitter und Scenen zum Schauplatz her: denn dieUnwissenheit deS Zeitalters und die Gestalt, in wel-cher damals die Geschichte des Alterthums erschien,erlaubte, ja gebot diese Mischung aller Zeiten undLander. Troja und Griechenland, Jerusalem undLrapezunt, was man in neuen Gerüchten hörte,oder von alten wußte, floß zur Blume der Ritter-schaft zusammen, und vor allem ward die Abstam-mung von Troja ein Geschlechtsruhni, von welchemalle Reiche und Völker in Europa mit ihren Köni-gen und größesten Rittern überzeugt waren. -Mitden Normannen: ging das Romanwesen nach Eng-land und Sicilien über; bevde Gegenden gaben ihmneue Helden und «Wen Stoff; nirgend indeß ists so