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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 267

Von den ersten Jahrhunderten des Christcnthums anfindet man daher diese Uebung der Menschlichen Ein-bildungskraft mehr als jede andre in Gange, zuerstauf Griechisch-Afrikanische, mit der Zeit auf Nor-disch-Europäische Wcise; Mönche, Bischöfe undHeilige hatten sich ihrer nicht geschämct; ja cs muß-ten Bibel und wahre Geschichte selbst Roman wer-den, wenn man sie anhören sollte. So entstand derProzeß Belials mit Christo; so die allegorischen undmystischen Einkleidungen aller Tugenden und Pflich-ten ; so die geistlich-theatralischen Moralitäten undPossenspiele. Vey diesem allgemeinen Geschmack desZeitalters, der aus Unwissenheit, Aberglauben undeiner aufgeregten Phantasie entsprang, waren S a-gen und Mährchen (Contss et kHUaux)die einzige Nahrung des Geistes der Menschen, unddem Ritterstande waren Heldensagen die liebsten. InFrankreich, dem Mittelpunkt dieser Kultur, wählteman natürlicher Weise die ihm eigcnthümlichstenGegenstände, nach beyden Richtungen, die hier zu-sammentrafen. Der Zug Karls des Großen gegendie Saraccnen, mit allen Abenteuern, die in denPyrenäen geschehen seyn sollten, war die Eine Rich-tung ; was sich im Lande der Normanner, in Bre-tagne, an alten Sagen von König Artus vorfand,war die andre. In jenen brachte man aus der spä-teren Französischen Verfassung die zwölf Pairs nebstaller Herrlichkeit, die man von Karl und seinen Rit-tern, sammt aller Wildheit, die man von den sara-cenischen Heiden zu sagen hatte. Ogier der Däne,Huon von Bordeaux, die Aimonskinder, viele Sa-gen der Pilgrimschaften und Kreuzzüge kamen mitin seine Geschichte; allemal aber waren die üttercs-