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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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280 Ideen zur Philosophie

sich jetzt ein weit verbreiteter, aus vielen Gliedernzusammengesetzter Handclsstaat, auf achte Grund-sätze der Sicherheit und Gemeinhülfe gebauet, wahr-scheinlich ein Vorbild des künftigen Zustandes allerhandelnden europäischen Völker. An mehr als Einernördlichen Setrüste, vorzüglich aber und am frühe-sten in Flandern, das mit deutschen Kolonisten be-setzt war, blüheten Fleiß und nutzbare Gewerbe.

Freylich aber war die innere Verfassung diesesWelttheils dem aufstrebenden Fleiße seiner Bewoh-ner mcht die bequemste; indem nicht nur die Ver-wüstungen der Seeräuber fast an allen Küsten oftden besten Anlagen ein trauriges Ende machten;sondern auch zu Lande der Kriegesgcist, der noch inden Völkern tobte, und die aus ibm entstandeneLehnverfaffung ihm tausend Hindernisse entgegen-legte. Zn den ersten Zeiten, nachdem sich die Bar-baren in die Länder Europa's gctheilt hatten, alsnoch eine mehrere Gleichheit unter den Gliedern derNationen, auch eine mildere Behandlung der altenEinwohner bestand, da fehlte dem allgemeinen Fleißenichts als Aufmunterung; die ihm auch, wenn meh-rere Theodrichs, Karl und Alfrede gelebt hätten,nicht entgangen wäre. Als aber alles unter dasJoch der Leibeigenschaft geriet!) , und ein erblicherStand sich ;u seiner Völlerey und Pracht des Schwei-ßes und Fleißes seiner Untersassen anmaßcte, sichselbst aber jedes nützlichen Gewerbes schämte: alsjede kunstsleißige Seele erst durch Enadenbriesc oderZins von Dämons Gewalt erlöset werden mußte,UM ihre Kunst nur treiben zu dürfen; da lag frcy-lich alles in harten Banden. Einsthcnde Regenten