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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
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336 Ideen zur Philosophie

Städte, Balsora, Kufa, Samarkand, Rosette, Ka-ksira, Tunis, Fetz, Marokko, Cordova u. f. warenberühmte Schulen, deren Wissenschaften sich auch denPersern, Indiern, einigen tatarischen Landern, jagar den Sinesen mitgetheilt haben und bis auf dieMaleyen hinab das Mittel worden sind, wodurchAsien und Afrika zu einiger neueren Kultur gelangte.Dichtkunst und Philosophie, Geographie und Ge-schichte, Grammatik, Mathematik, Chemie, Arzncy-kunde, sind von den Arabern getrieben worden, undin den meisten derselben haben sic als Erfinder undVerbreiter, mithin als wohlthatige Eroberer auf denGeist der Volker gewirket.

Die Dichtkunst war ihr altes Erbthcil, eineTochter nicht der Khalifengunst, sondern der Frcy-heit. Lange vor Mohammed hatte sie geblühct: dennder Geist der Nation war poetisch, und tausend Dingeerweckten diesen Geist. Ihr Land, ihre Lebensweise,ibre Wallfahrten nach Mekka, die dichterischen Wett-kampfe zu Okhad, die Ehre, die ein neuaufstchen-der Dichter von seinem Stamme erhielt, der Stolzder Nation auf ihre Sprache, auf ihre Sagen, ihreNeigung zu Abenteurern, zur Liebe, zum Ruhm;selbst ibre Einsamkeit, ihre Rachsucht, ihr wandern-des Leben, alles dies munterte sic zur Poesie auf,und ihre Muse hat sich durch prächtige Bilder, durchstolze und große Empfindungen, durch scharfsinnigeSprüche, und etwas Unermeßliches im Lobe undTadel ihrer besungenen Gegenstände ausgezeichnet.Wie abgerissene, gen Himmel strebende Felsen stehenihre Gesinnungen da; der schweigende Araber sprichtmit der Flamme des Worts wie mit dem Blitz fei-nes Schwertes, mit Pfeilen des Scharfsinns, wie