pZc, Ideen zur Philosophie
Reichswar an Einem Stamm, eigent-lich auch nur an Ein Geschlecht diesesStammes, die Familie Mohammeds g e-kn ü pfc t; und da gleich Anfangs der rechtmäßigeErbe Ali übergangen, lange vom Khalifat zurückge-haltcn, und mit seinem Geschlecht schnell davon ver-dränget wurde: so entstand nicht nur die ungeheureTrennung zwischen Omnsijaden und Aliden, die nacheinem vollen Jahrtausende mit aller Bitterkeit einesReligionsbasses zwischen Türken und Persern noch jetztforchauret; sondern auch an jenen blutigen Empörun-gen fast in allen Provinzen hakten bald Ommijadenbald Aliden Theil. In entfernten Ländern standenBetrüger auf, die sich qls Mohammeds Verwandtedurch Scheinhciligkeit oder mit dem Schwert in derHand den Völkern aufdrangen; ja da Mohammed alsProphet das Reich gegründet hatte, so wagte es hierdieser, dort jener Begeisterte, wie Er, im NamenGottes zu reden. Schon der Prophet selbst hatte da-von Beyspielc erlebet; Afrika und Aegypten aber wa-ren der eigentliche Schauplatz solcher Verrückten undBetrüger *), Man sollte die Gräuel der Schwärmerei,und blinden Leichtgläubigkeit in der Religion Moham-meds erschöpft glauben, wenn man sie leider nicht auch inandern Religionen wiedcrkommen sähe; der Despotis-mus des Alt en v o m D e r g e indeß ist nirgend über-trofftn worden. Dieser König eines eignen Staats geüb-ter, ja gebohrner Meuchelmörder durste zu jedem seinerUntcrlhanen sprechen: „gehe hin und morde!" Dieserthacs, wenn auch mit Verlust seines Lebens; und Jahr-hunderte lang hat sich der Assassinen-Skaat erhalten.
*)Schlörzers Geschichte von Nordafrika, CardoN?n e Geschichte der Araber in Afrika und Spanien, u, a.