22L Ideen zur Philosophie
te» Stelle des Korans im Kapitel der Buße *), wa-ren seinen Nachfolgern Grundes genug, das auszu-führen, was dem Propheten selbst sein früher Toduntersagte, die Bekehrung der Völker. Leider gingihnen auch hierin das Ehristcnthum vor, das unterallen Religionen zuerst seinen Glauben, als die noth-wcndige Bedingung zur Seligkeit, fremden Völkernausdrang; nur der Araber bekehrte nicht durch Schleich-handel, Weiber und 'Mönche, sondern wie es demMann der Wüste geziemee, mit dem Schwert in derHand und mit der federnden Stimme: „Tribut oderGlaube! "
Wie der brennende Wind aus der Wüste, ver-breitete sich nach Mohammeds Tode der Krieg überBabel, Syrien, Persien, Aegypten. Die Arabergingen zur Schlacht wie zum Dienst Gottes, mitSprüchen aus dem Koran und mit Hoffnungen desParadieses bewaffnet; euich fehlte es ihnen nicht anpersönlicher Lugend. Denn wie die ersten Khaiisenaus dem Hause Mohammeds, (ihren blinden Eiferausgeschlossen,) gerechte, mäßige, vorzügliche Män-ner waren: so wurden auch die Heere von tapfern,klugen Feldherren angeführt, wie Khalcd, Amru,Abu-Obeidah und viele andre waren. Sie fanden
*) „Streitet wider die, die weder an Gott, noch an„den Tag des Gerichts glauben, und das nicht„für sträflich halten, was Gott und sein Apostel„verboten hat. Auch wider Juden und Christen„streitet so lange, bis sie sich bequemen, Tribut„zu bezahlen und sich zu unterwerfen.