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Zur Philosophie und Geschichte Theil 6 (1820) Ideen ; 4
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 223

die Reiche der Perser und Griechen so schlecht bestellt,die Sekten der Christen gegen einander so feindlich,Untreue, Wollust, Eigennutz, Verrathercy, Pracht,Stolz, Grausamkeit und Unterdrückung allenrhalbenso herrschend, daß man in der schrecklichen Geschichtedieser Kriege die Fabel von einer Lowenhecrde zulesen glaubt, die in die Hürden der Schaafe undBocke, in Mepereyen voll fetter Rinder, prächtigerPfauen und wehrloser Hammel einbricht. Ein ver-ächtliches Menschengeschlecht waren dem größestcn Thcilnach diese entarteten Volker, werth fortan auf Eselnzu reiten, Mil sie Kriegsroffe zu bändiaen nicht ver-standen; unwerth des Kreuzes auf ihren Kirch.n, - .ilsie es nicht zu beschützen vermochten. Wie mancheHerrlichkeit der Patriarchen, Priester und Möncheging in diesen weiten reichen Gegenden jetzt auf Ein-mal zu Grabe!

Damit gingen zugleich, wie durch ein Erdbeben,die Reste jener alten griechischen Kultur und Romer-hoheit zu Grunde, die auch das Ehristen'.h.un nichthatte vertilgen mögen. Die ältesten Städte der Weltund in ihnen unsägliche Schatze sielen in die Händetapferer Räuber, die im Anfänge kaum Geldes Werthkannten. Vor allem ist das Schicksal zu beklagen,das die Denkmahle der Wissenschaften traf. Johannder Grammatiker erbat sich die Bibliothek zu Alexan-drien , an welche Amru der Uebcrwindcr nicht einmaldachte; (was wollte der Thor mit dem Geschenke?)der Khalif Dinar ward gefragt, und antwortete injenem berühmten Vernunstschluß, der immerhin derKhalifen - Vernunftschluß genannt zu werden verdie-