2lc> Ideen zur Philosophie
stolische Krone gesandt, (die wahrscheinlich ein Ava-rischer Raub war;) er empfing die heilige Lanze,(eine Ungarische Streitkolbe) und das Stephansschwert,gegen alle Weltseite» die Kirche zu schützen und zuverbreiten, den Reichsapfel, die bischöflichen Hand-schuhe, das Kreuz. Er ward zum Legat des Pap-stes erklärt, und versäumte nicht, in Rom ein Ehor-herrenstifr, zu Konstancinopel ein Mönchskloster, zuRavenna und Jerusalem Hospitäler, Herbergen undStifter anzulcgen, den Zug der Pilgrimme durchsein Land zu leiten, Priester, Bischöfe, Mönche ausGriechenland, Böhmen, Bayern, Sachs,», Oester-reich und Venedig kommen zu lassen, das ErzstiftGran sammt einer Reihe andrer Vischoftsshe undKlöster zu errichten, und die Bischöfe, die auch zuFelde ziehen mußten, als Stande seines Reichs ein-zuführen. Er gab ein Gesstz, dessen geistlicher Lhcilaus abendländischen, besonders fränkischen Knpitula-rcn und Mainzischcn Kirchcnschlüssen genommen war,und hinterlicß cs als Grundgesetz des neuen Ehri-stenrciches. Dies war der Geist der Zeiten; Ungarnsganze Verfassung, das Verhältnis und Schicksal sei-ner Bewohner ward darauf gegründet; und mit klei-nen Veränderungen nach Ort und Zeiten war es inPolen, Neapel und Sicilien, in Dänemark undSchweden nicht anders. Alles schwamm im Meerder Kirche: Ein Bord des Schiffes war die Lchn-herrfehaft, das andre die bischöfliche Gewalt, Königoder Kaiser das Segel, der Papst saß am Steuer-ruder und lenkte.
2. In allen Reichen war die Gerichts,barkeit crzkatholisch. Den Dekreten der Päpsteund Kirchcnverfammlungen mußten Statuten und